Urlaub mit Hund in Frankreich

Mann mit Hund in den BergenOben in den Bergen von Grenoble zusammen mit der besten Freundin

Das Hundefreundlichste Land welches ich kenne

Nun war es soweit und wir machen den ersten Urlaub mit Hund in Frankreich, dem Hunde freundlichsten Land welches ich kenne.

Am Freitag Abend haben wir unsere Taschen gepackt, man konnte es uns förmlich ansehen, wie sehr wir uns freuen. Brauchen wir das wirklich, muss das mit rein? Die Koffer wurden immer voller, später ist ein Teil wieder raus geflogen, das Auto war am Ende trotzdem so voll wie bei einer Großfamilie. Selbst Gaia hatte Ihren Rucksack und wie haben lange überlegt was alles mit muss, eine Checkliste findet ihr hier.

2 Männer und 1 Hund im Auto

Die Fahrt war zwar lang, aber lustig, besonders wenn Gaia neugierig wurde

Am nächsten Morgen ging es pünktlich los, wir hatten uns vorgenommen nach 400km eine Pause einzulegen. Also haben wir in Luzern übernachtet um am nächsten Morgen wieder frühzeitig weiterzufahren. Denn Frankreich wartet schließlich auf uns. Am Mittag hatten wir es dann geschafft, unser erstes Ziel in Frankreich.

 Grenoble die Stadt in den Bergen

Wir hatten uns Grenoble raus gesucht, weil wir auch ein paar Wanderungen machen wollten und Grenoble ist dafür der perfekte Ausgangspunkt. Schon als wir in die Stadt eingebogen waren, blieb uns schier die Spucke weg, so schön war der Anblick.

An der Wohnung angekommen, wurden kurz die Sachen ausgeladen und ab in die Stadt, Gaia wollte laufen, da 5 Stunden im Auto schon ziemlich langweilig sein können. Da es in Frankreich unheimlich viele Tauben gibt hatte Gaia Ihren Spaß mit dem aufstöbern. Nachdem essen, haben wir uns mit der Seilbahn zur Bastille aufgemacht.

Stadt in den Bergen

Grenoble ist eine Reise Wert, die Stadt ist wunderschön und dazu die herrlichen Berge

Von dort aus hat man den perfekten Blick über die Stadt und die Berge. Da Gaia bis zu diesem Zeitpunkt noch nie mit einer Seilbahn gefahren ist, war es lustig zu sehen wie sie durch die Glasscheiben nach unten geschaut hat und bei uns Schutz suchte.

Die Berge

Am nächsten Morgen sind wir aufgebrochen in die Berge, unser Ziel war Chamrousse. Das liegt mitten in den Bergen und von dort aus sind wir zu einem Bergsee aufgebrochen. Der Weg dort hin war klasse und Gaia hat ein Tempo vorgelegt, das wir Mühe hatten hinterher zu kommen. Der Weg wurde immer wieder gesäumt von kleinen Pfützen, diese Gaia nutze um sich zu erfrischen oder sich direkt rein zu legen. Die Aussicht war Wahnsinn, so das es vorkam, das wir hin und wieder eine Pause eingelegt haben um einfach nur in die Ferne zu schauen. Nach 1,5 Stunden waren wir am See, dieser war klirrend kalt. Deshalb viel schnell die Entscheidung,      die Klamotten lieber an zu lassen. Der Ausblick war einfach nur wunderschön, wir hatten Mühe uns loszureißen. Leider neigte sich der Tag dem Ende zu und wir hatten noch 1,5 Stunden Abstieg vor uns. Am Abend haben wir uns ein kleines nettes Restaurant gesucht, mit einem Glas Wein haben wir den Tag ausklingen lassen.

Wälder mit Bergen

Die Aussicht ist etwas wundervolles, hier kann man den Alltag hinter sich lassen

Frankreich das muss man erwähnen ist so sehr auf Hunde eingestellt, das es überhaupt keine Probleme gab. Die Leute waren extrem freundlich und wir kamen durch Gaia sehr schnell in Kontakt mit Einheimischen.

Mann mit Hund am See

Der Bergsee war sehr kalt, das baden haben wir lieber sein lassen

 

 

 

In Grenoble gibt es viel zu entdecken, 2 Tage haben nicht ausgereicht um alles zu erkunden.  Deshalb haben wir uns entschieden auf jeden Fall zurück zu kommen. Am nächsten Morgen sind wir aufgebrochen um unserem 2. Etappenziel etwas näher zu kommen.

 Ramatuelle

Ramatuelle im Süden Frankreichs war unser Ziel. Dort haben wir uns für die die nächsten Tage auf einen Campingplatz einquartiert. Da es im Süden Frankreichs aktuell sehr trocken war, hatten wir das Pech nicht auf einer saftigen Wiese zu Campen, sondern mussten mit Trockenheit und Staub vorlieb nehmen.

Hund im Zelt

Zelten in Ramatuelle, die erste Nacht in Frankreich

Die erste Nacht war für alle gewöhnungsbedürftig. In so einer Nacht kann es viele Geräusche geben. Da Gaia bis zu diesem Zeitpunkt weder eine Übernachtung im Zelt kannte noch diverse Geräusche, kam sie aus dem Knurren nicht raus. Für alle war es somit eine schlaflose Nacht, stattdessen haben wir versucht zu erraten, welches Tier dort draussen in der Nacht wohl gerade sein Unwesen treibt.

Hund im Zelt

Für Gaia war es eine spannende Zeit

 

Der nächste Tag wurde dazu genutzt um die Strände in der Nähe zu erkunden und wir wurden belohnt. Das Wasser war warm und Gaia machte Ihre ersten Erfahrungen mit

Zelt

Die Tage im Zelt waren schon sehr interessant

salzigen Wasser. So ein Mist dass das nicht schmeckt. Ramatuelle selbst ist ein kleines Städtchen welches einen den Atem raubt. Eine alte Stadt gepaart mit der Herzlichkeit der Einwohner. Die regionalen Spezialitäten waren allesamt sehr lecker.  

Das Strand Equipment

Die Sonne war stark, umso wichtiger ist das passende Strand Equipment gewesen. Geholfen hat uns eine sogenannte Strandmuschel, hier war der Hund sehr gut geschützt und hatte seinen Rückzugsort. So konnte wir auch mal gemeinsam ins Wasser gehen, ohne das jemand auf Gaia aufpassen musste. Von Ramatuelle konnte wir auch Ausflüge ins Nahe gelegene Saint Tropez machen. Die Stadt war sehr sehenswert, aber zu voll, so haben wir uns an den Promis und den Touris hindurchgezwängt um bei einem Glas Wein den Tag Revue passieren zu lassen.

Die Tage auf dem Campingplatz waren schön und erholsam, man konnte endlich mal die Seele baumeln lassen und abschalten. Auf keinen Fall sollte man Spiele vergessen, so hatten wir riesen Spaß beim all abendlichen Risiko. Wer noch einen Tipp braucht, der hört genau zu; vergesst bloß nicht einen Boden für das Vorzeit mitzunehmen, wir hatten am Anfang das Problem das der Dreck direkt mit ins Zelt getragen wurde und mussten Abhilfe schaffen. Innerhalb kurzer Zeit kannte uns der halbe Zeltplatz, da Gaia natürlich jeden begrüßen musste. Den Zeltplatz vor den Toren von Ramatuelle können wir auf jeden Fall empfehlen, die Leute waren nett und  immer bemüht mit uns Kontakt zu halten. Nach einer knappen Woche haben wir uns verabschiedet und sind weiter gefahren.

Marseille

Das nächste und letzte Ziel war Marseille, über Air BNB  haben wir uns in einer netten Wohnung einquartiert. Für uns sind diese Art von Übernachtungen, immer die besten Alternativen um mit Land und Leuten in Kontakt zu treten. Die Wohnung lag auch in einer schönen Ecke der Stadt, direkt unterhalb der Kirche Notre Dame. In Marseille haben wir so viele freundliche Leute kennengelernt. Man war der Meinung das jeder Haushalt mindestens einen Hund besitzt. In der Stadt flanieren und von Café zu Café zu schlendern ist in Marseille kein Problem und hat gerade am Abend sehr viel Spaß gemacht. In der Stadt findet man viele Ateliers von Künstlern, dadurch  versprüht sie einen besonderen Charme.

Der Bootstrip

Unsere Gastgeber haben uns zu einem ganz persönlichen Highlight eingeladen, einen Bootstrip durch die Calanqen. Das Schiff gehörte dem Großvater unseres Gastgebers und war aus den 50er Jahren. Wir waren sehr beeindruckt. Gestartet sind wir in Cassis, im Gepäck hatten wir alles was man für einen schönen Tag auf dem Wasser benötigt. So hatten wir neben einer Schnorchel Ausrüstung auch Wein, Schinken und sehr viel Obst dabei. In einer der ersten Buchten, hatten wir die Möglichkeit die Unterwasserwelt zu bestaunen. Sehr interessant dabei waren die vielen bunten Fische. Gaia ist lieber auf dem Boot geblieben und hat uns nicht aus den Augen gelassen. Nach einer Weile mussten wir zurück zum Boot, immer mehr Quallen tauchten, dies war uns dann etwas zu gefährlich.

Hund auf dem Boot

Der Tag auf dem Boot war einmalig. Wir hatten unseren Spaß

Immer wieder querten unserem Weg größere Boote, der einhergehende Wellengang hatte uns ziemlich durch geschüttelt. Die Wellen brachten das Boot teilweise so ins Schwanken, das wir nicht mitbekommen hätten wenn ein Hund über Bord gegangen wäre, so hatte Gaia stets eine Schwimmveste an.    Der Wellengang machte Gaia allerdings ziemlich zu schaffen und ich möchte wetten das ihr mehr als einmal schlecht war. In unserem Viertel waren wir schnell bekannt, innerhalb von 2 Tagen wurden wir von jedem Geschäft begrüßt. Gaia hatte sich große Mühe gegeben jedem Hallo zu sagen. Am Ende unserer Zeit in Marseille lies es sich nicht vermeiden, sich in den umliegenden Geschäften zu verabschieden

Die Rückreise war hart, wir wussten wie lang es dauert und keiner hatte Lust auf das kalte Deutschland. Frankreich ist eine Reise wert, Hunde sind dort herzlich willkommen. Da die Franzosen sehr herzliche Leute sind, kommt man sehr schnell ins Gespräch. Wir kommen auf jeden Fall zurück.

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