Hilfe mein Welpe wird nicht sauber

Das eine Problem, der Welpe wird nicht sauber

Ein kleiner Welpe zieht ein, die ganze Familie freut sich sehr. Wenn da nicht das eine Problem wäre, wie bekomme ich den Neuankömmling so schnell wie möglich sauber. Schnell ist die erste große Freude verflogen, spätestens dann, wenn die Pfützen nach 3 Wochen immer noch im Wohnzimmer zu finden sind. Am Tage kann man ihn noch beobachten, aber was mache ich in der Nacht? Als erstes haben wir überlegt, wie haben es meine Eltern und Großeltern angestellt. Viele kennen es  aus der Kindheit, der Hund macht Pipi und die Nase wird mitten reingesteckt. In der Hoffnung das dieses Negativerlebnis dem Hund in Erinnerung bleibt und er es nicht mehr macht. Eins kann man sagen, in Erinnerung wird dem kleinen Neuankömmling dieses Erlebnis auf jeden Fall bleiben. Diese Idee empfand ich allerdings als viel zu grausam und ein Erfolgserlebnis konnte ich mir mit dieser Methode auch nicht vorstellen. Welche Mutter steckt ihr kleines Baby in den See welches es hinterlassen hat? Ich kenne keine.

Geduld und Zeit

Vor allem braucht man eines, sehr viel Geduld. Vor allem sollte man sich nicht von Leuten irritieren lassen die meinen, das ihr kleiner nach 2 oder 3 Wochen stubenrein war. Dies kann durchaus möglich sein, allerdings ist jedes Tier ein eigenes Individuum, der eine braucht wenig Zeit, der andere eben mehr. Diese Zeit sollten wir unserem kleinen Welpen einfach zugestehen. Was wir nun machen können, ihn oder sie in dieser Phase zu unterstützen. Bevor wir unseren Neuzugang nun mit auf Reisen nehmen, empfiehlt es sich die ersten 4 Wochen in einer Umgebung zu bleiben. Der Welpe hat somit die Chance sein neues „Nest“ als seines anzuerkennen.

Der richtige Zeitpunkt

In dieser Zeit ist Wachsamkeit gefragt, Gaia haben wir versucht immer zu beobachten. Schnell hat man raus, was einzelne Verhaltensweisen bedeuten. So haben wir festgestellt, das die kleine in der Regel fast den ganzen Tag geschlafen hat. Haben wir aber miteinander gespielt und sie war viel am rennen, fing sie abrupt an auf einmal zu schnuppern. Sie konzentrierte sich nicht mehr auf uns. Das war unser Zeitpunkt, der Hund wurde schnell auf den Arm genommen und nach unten gebracht. Wir haben uns auch ein Codewort einfallen lassen. Immer wenn sie ihr Geschäft gemacht hat, sagten wir „Pipi fein“. Das sollte später noch von großer Bedeutung sein. Auch direkt nach dem fressen, musste sie in der Regel ihr „Geschäft“ machen, so haben wir es uns zur Angewohnheit gemacht, direkt nach dem füttern raus zu gehen.

Die Nacht mit dem Welpen

Das schlimmste war allerdings die Nacht, wie bekommt man mit ob der Neuzugang pinkeln muss, wenn man selbst im Tiefschlaf ist? Heute kann ich sagen, ohne Vorkehrungsmaßnahmen gar nicht. Wir haben uns hier einer cleveren Methode zu eigen gemacht. Hunde pinkeln in der Regel nicht in ihr eigenes Nest. Nun gibt es 2 Möglichkeiten, entweder man nimmt ein Kindergitter und stellt es um das Hundebett, oder aber man benutzt eine Hundebox. Wir haben uns für zweites entschieden. Da wir in Zukunft viel mit dem Hund unterwegs sein möchten, haben wir uns für eine Sherpa Box entschieden. Diese wird von allen Fluggesellschaften akzeptiert. Jede Nacht kam Gaia nun in Ihre Box, wenn sie anfing zu jaulen, wurde die Öffnung oben aufgemacht und eine Hand reingesteckt. Sie beruhigte sich und schlief ein. In der Nacht machte Gaia sich nun bemerkbar und fing an zu fiepen. So konnten wir das nächtliche Problem sehr schnell lösen.

Die Erlösung

Nach ca. 8 Wochen kam die Erlösung, Gaia stand vor der Tür, schnell erkannten wir das Signal, sind in die Schuhe geschlüpft und haben sie vor die Tür gebracht. Unser Signal „Pipi fein“ zeigte nun erste Erfolge. Gerade am Morgen wenn man es eilig hat und mehr geschnüffelt wird statt sein Geschäft zu machen. Immer wenn wir nun das Wort „Pipi“ aussprachen, suchte sie sich eine Stelle und machte ihr Geschäft.

Die Box wird heute von Gaia geliebt, gehen wir auf Reisen geht sie mit großer Selbstverständlichkeit in die Box.

 

3 Kommentare

  1. Anna-Lena

    Zu diesem Thema möchte ich unbedingt meine Erfahrungen mitteilen.
    Ich hab mich vorher intensiv mit allen Entwicklungsstadien des Westies (oder Highlanders ;-)) beschäftigt und hab in so vielen Foren gelesen, dass ihre Hunde bereits nach wneigen Wochen oder maximal drei Monaten stubenrein waren. Viele haben geschrieben, dass es überhaupt nur zwei oder drei Maulheure in der Wohnung gab. Aus diesem Grund habe ich ständig die Nerven weggeschmissen, weil es bei meinem Benni viel länger dauerte und groß und klein immer wieder in der Wohnung gemacht wurde. Teilweise sogar während er mich ansah!
    Ich kann bestätigen, dass man sehr viel Geduld und Liebe braucht. Ich halte auch nichts von den brutalen Methoden, die erwähnt wurden. Was sollten sie auch nützen?
    Ich hatte liebe Menschen, die mich immer wieder ermutigt haben, nicht aufzugeben. Ich stand nämlich kurz davor ihn wieder abzugeben. Jetzt bin ich froh, dass ich es ausgehalten habe. Ich würde schätzen, dass Benni mit sechs Monaten ca. stubenrein war. Aber so richtig, also auch bei anderen und im äußersten Härtefall vielleicht auch erst mit 8 Monaten.
    Ich hab mir dann immer vor Augen gehalten, dass diese Phase bei Menschen viel länger dauert und wir bald eh aus dem Gröbsten raus sind 😉

    • Hallo Anna-Lena,

      es ist schön zu lesen was Du schreibst. Es mag sein das es solche Hunde gibt, bin aber überzeugt das es Ausnahmefälle sind. Genauso habe ich es gemacht, mir immer wieder gedacht, das ein Kleinkind viel länger braucht. Mich hat es auch in den Wahnsinn getrieben, schlussendlich wurden wir aber belohnt. Ist dein Benni auch ein West Highland White Terrier?

      VG

      Ralf & Gaia

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